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Erik & Me gelingt eine zweite Platte


Gleich der erste Song ist ein Ausrufezeichen. Das Schlagzeug stampft voran, düstere Gitarren verdunkeln den Himmel und dann setzt im Hintergrund verzerrter Gesang ein. „Schreien“, ein packender Wave-Track über Selbstvermarkter auf der Suche nach 15 Minuten Ruhm, lässt keine Zweifel: Erik & Me, die Band um den Berliner Erik Lautenschläger, hat sich entwickelt. Gibt sich weniger introvertiert als auf ihrem Debüt „160 Zeichen“, sondern griffiger und direkter. „Niemand kann mich hören“, hatte Lautenschläger 2008 noch mit Kopfstimme geflötet, „ich sing nur für mich.“ Auf „Versteck“, dem neuen Album, singt er für uns. Will Gehör, wenn es um Konsumgier („Genug“), verkrampfte Parties („Einsam“) oder scheiternde Liebesversuche („Manchmal“) geht. Die Texte sind zugänglicher, aber nicht weniger poetisch. Immer noch laden Erik & Me dazu ein, die kunstvoll hingetupften Sprachbilder auf eigene Faust zu deuten. Vor Pathos und Melodram schreckt Lautenschläger nicht zurück, verfügt aber über einen gut funktionierenden Kitsch-Detektor, der ihn warnt, bevor es peinlich wird. Eingebettet ist sein fragiler Gesang in abwechslungsreiche Arrangements. Auf Indie-Klänge folgt Piano-Pop; Progressive Rock verträgt sich mit Akustik-Balladen. Selten hat eine Band die „schwierige“ zweite Platte so souverän gemeistert.

MÄRKISCHE ALLGEMEINE (Jan. 2018)
















(c) 2018 erik&me

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